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Schwedischer Efeu - Plectranthus parviflorus
(ehemals Plectranthus australis)


Die Aufnahme entstand am 8. November 2003.

Plectranthus-Arten

Aufrechtwachsende oder niederliegende, nicht winterharte Stauden oder Halbsträucher
Standort: sonnig oder halbschattig
Wuchshöhe: bis zu 1m oder niederliegend 
Vermehrung: durch Kopfstecklinge 


Den Schwedischen Efeu kann selbst derjenige halten, der den Begriff „Grüner Daumen" kaum buchstabieren kann, so pflegeleicht ist diese Pflanze. Dabei aber höchst dekorativ-attraktiv mit den schönen muschelförmig-rundlichen Blättern, die dicht entlang den Stengeln wachsen und einen großen grünen Ball abgeben.
Der Schwedische Efeu ist weder ein Efeu, noch kommt er in Schweden überhaupt vor. Aber in diesem schönen Land wurde er zuerst als Hauspflanze gehalten. Der Schwedische Efeu gehört zur Plectranthus-Familie, deren rund 120 Arten in den tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas, Asiens, Australiens bis nach Polynesien beheimatet sind. Die meisten Mitglieder dieser Familie haben aromatisches Laub — minztypisch. 
In unseren Wohnzimmern besonders weit verbreitet ist P. australis, aus Australien stammend, wie am Namen leicht zu erkennen. Die hängenden Stengel dieser Art werden nicht selten länger als 60 cm. Die fleischigen Blätter haben einen Durchmesser von ca. 2,5 cm, die Ränder sind muschelartig gezackt. Vom Aussehen her ist der Schwedische Efeu eher eine Blattpflanze. Gleichwohl: Die weißen oder blasspurpurfarbenen Blüten, die im Sommer kommen, sind keineswegs zu verachten. Besonders in dieser Blütezeit muss die Pflanze regelmäßig gegossen werden. Und auch, wenn sie schon von allein recht üppig wächst, schadet es keineswegs, ihr alle zwei Wochen Flüssigdünger zu verabreichen. 

Ebenfalls recht weit verbreitet, weil ebenfalls sehr pflegeleicht, sind diese beiden Arten: P. oertendahlii, der Harfenstrauch, ist gleichfalls hängend sehr attraktiv mit den runden, bronzegrünen Blättern, behaart, von silbrigen Adern durchzogen.
P. coleoides 'Marginatus' hat ovale, spitz zulaufende, gezähnte grüne Blätter mit unregelmäßigen weißen Rändern. Die Bezeichnung Coleoides ist passend: Diese Art weist die meiste Ähnlichkeit mit dem verwandten Coleus auf.
Beide dieser Arten können ohne Abweichung genau so gehalten werden wie Plectranthus parviflorus.
Helles Licht und viel Wasser: Mehr braucht der Schwedische Efeu nicht, um in nahezu jeder Umgebung prächtig zu wachsen. Was auf den ersten Blick positiv scheint, ist auf den zweiten vielleicht nachteilig: Weil diese Pflanze so problemlos wächst, „schießt sie sehr schnell ins Kraut": Nach wenigen Jahren verliert der Wuchs an Attraktivität. Das lässt sich zumindest hinauszögern, wenn Sie regelmäßig die Triebe kürzen bzw. bei älteren Pflanzen einige entfernen. Ist Ihr Schwedischer Efeu durch solche kosmetischen Eingriffe nicht mehr in Form zu bringen, machen Sie sich einen neuen: Schneiden Sie gerade unterhalb eines Knotens einen etwa 7 cm langen Steckling, von dem die untersten Blätter entfernt werden. In einem Glas Wasser bilden die Stecklinge schnell Wurzeln. Wachsen die Wurzeln später aus dem Topf, muss umgepflanzt werden.

KURZE RATSCHLÄGE

Letzte Bearbeitung: 23. Mai 2005