Kübelpflanzen

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Oleander - Nerium oleander

Foto
Das Foto stammt vom 15. August 2013.
Immergrüner, reichblühender Strauch mit einfachen oder gefüllten Blüten; giftig
Standort: in Mitteleuropa Kübelpflanze für warme, sonnige Plätze 
Wuchshöhe: 2 bis 3m
Blütezeit: Juni bis Oktober 
Vermehrung: meist durch Stecklinge 

Von den drei bekannten Arten wird im Mittelmeergebiet als Freilandpflanze und bei uns als Kübelpflanze nur der gemeine Oleander Nerium oleander kultiviert, ein 2-3m hoher, immergrüner aufrechter, buschiger Strauch. Die Blätter stehen in Quirlen zu dritt oder gegenständig, sie sind lineal-lanzettlich, 10-15cm lang und ledrig. Die Blüten erscheinen im endständigen Trugdolden, sie sind rosa oder weiß gefärbt und bei der Wildform etwa 3cm breit. Bei Kulturformen kommen auch größere und mehr oder weniger gefüllte Sorten vor, die nicht nur weiß und rosa, sondern auch rot, orangerötlich oder gelblich sein können. Die Blüten haben eine trichterförmige Krone mit tief fünfteiligem Saum, der in Knospenlage gedreht ist. Die Frucht ist eine längliche, behaarte Balgkapsel.

Vom Mittelmeergebiet bis Japan sind Arten der Gattung Nerium verbreitet, sie gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Mit dem Familiennamen wird schon angedeutet, dass Nerium giftige Pflanzen sind. Sie enthalten in allen Teilen Glycoside mit digitalisähnlicher Wirkung.
Der Oleander ist im ganzen Mittelmeergebiet und im Orient verbreitet. Er begleitet, wie bei uns die Weiden, Wasserläufe, die zeitweise austrocknen, und bildet dort, wo der Boden auch in Trockenzeiten eine gewisse Feuchtigkeit behält, ausgedehnte Bestände.
Oleander gehört zu den alten Kulturpflanzen der Menschen. Erste Erwähnung findet er bei römischen Autoren. Wohl schon Anfang des 16.Jahrhunderts kam er nach Deutschland, wie alte Kräuterbücher belegen.
Oleander lässt sich als Kübelpflanze ziemlich leicht kultivieren. Von Mitte April bis in den Oktober wird er im Freien an einem sonnigen, möglichst warmen Platz aufgestellt, nur dann blüht er zufriedenstellend. Oleander hat einen hohen Nährstoffbedarf, deshalb sind in der Vegetationszeit regelmäßige flüssige Düngergaben notwendig. Der Wasserverbrauch ist in der warmen Jahreszeit so hoch, dass täglich gegossen werden muss. Beim Verpflanzen älterer Exemplare können die Wurzelballen so weit verkleinert werden, dass die Pflanze wieder in den alten Kübel passt. Überwinterungsräume sollen möglichst hell sein, die Temperaturen dürfen 4-8°C nicht übersteigen

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Letzte Bearbeitung: 21. Juni 2015