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Die Hirschzunge - Gasteria verrucosa


Die Aufnahme stammt vom 11. Oktober 2006.

Hirschzunge, Warzige Gasterie

Anspruchslose Blattsukkulenten, fürs Fensterbrett geeignet
Standort: keine besonderen Ansprüche, auch Schattenlagen werden vertragen
Wuchshöhe: je nach Art bis zu 20 - 30 cm 
Blütezeit: Frühjahr
Vermehrung: durch Sprosse oder Blattstecklinge 



Gasteria verrucosa, die Warzige Gasterie oder Hirschzunge, ist die vielleicht verbreitetste Art; fälschlicherweise oft auch Warzige Zwergaloe genannt. Die dunkelgrünen, etwa 20 cm langen, zungenförmigen, in eine Spitze auslaufenden, zweizeilig stehenden Blätter sind auf allen Seiten dicht mit weißen Warzen bedeckt. Lange Blütenstiele und rote Blüten mit grüner Spitze.
 

Gasterien aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) waren schon zu Zeiten unserer Urgroßeltern in Kultur. Sie stammen aus Süd- und Südwest-Afrika. Die Pflanzen sind ganz oder fast stammlos und die fleischigen Blätter zunächst zweizeilig fächerförmig angeordnet. Erst im Alter erfolgt bei einigen Arten der Übergang zu einer spiraligen und damit mehr rosettigen Blattstellung. Beachtenswert ist die schöne Zeichnung der lang zungenförmigen, oft feingehöckerten Blätter, die, im Gegensatz zur Aloe, nie am Rand gezähnt sind. Die röhrenförmigen Blüten hängen in lockeren Rispen oder Trauben an langen Ständen und sind rot, oft mit grünen Spitzen.
Von der Gattung gibt es viele, auch natürliche Bastarde. Bei der Anzucht aus Samen wird man daher oft überrascht von den Aufspaltungen. Da sich aber sehr leicht und zahlreich Ableger bilden, ist die Vermehrung kein Problem.
Gasterien sind beliebt, weil sie wenig Platz beanspruchen, aber auch, weil sie kaum etwas übel nehmen. Mit Nord- und Südfenstern, sogar mit lichtärmeren Ecken im Zimmer nehmen sie vorlieb. Im Sommer muss man regelmäßig gießen, im Winter trocken halten. Von tierischen Schädlingen oder von Krankheiten werden sie höchst selten befallen. Alles in allem sind sie geradezu ideale Zimmerpflanzen, die auch Unerfahrenen Freude machen.

  Letzte Bearbeitung: 11. Oktober 2006